Strengere Regeln für Cybersicherheit (NIS 2) auf der Kippe
Geschrieben von Kemal Webersohn, veröffentlicht am 21.11.2024Die zunehmenden Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen führen dazu, dass verstärkte Sicherheitsmaßnahmen immer wichtiger werden.
Betreibende dieser Infrastrukturen sind bereits verpflichtet, präventive und reaktive Maßnahmen zur Abwehr von Cyberbedrohungen umzusetzen. Geplant war, die Verpflichtungen auf weitere Unternehmen auszuweiten und die Cybersicherheitsstandards generell zu verschärfen.
Reformpläne in der Schwebe
Bundesinnenministerin Nancy Faeser kündigte an, dass das deutsche IT-Sicherheitsrecht im Jahr 2024 umfassend modernisiert und neu strukturiert werde. Doch diese Reformpläne hängen derzeit in der Schwebe. Die Umsetzung des NIS2-Gesetzes, welches strengere Sicherheitsanforderungen für Unternehmen und Institutionen vorsieht, hat es zwar durch die erste Lesung im Bundestag und den Innenausschuss geschafft. Jedoch ist unklar, ob es final verabschiedet wird – vor allem nach dem Ende der Ampel-Koalition.
Fazit
Angesichts der komplexen Bedrohungslage wird jedoch deutlich: Eine einheitliche, schnelle Reaktion auf Cyberangriffe ist unverzichtbar. Die politischen Weichenstellungen bleiben dabei jedoch noch offen.
Kemal Webersohn,
Geschäftsführer der WS Datenschutz GmbH und seit über zehn Jahren im Datenschutz und in der Informationssicherheit tätig.
Er schreibt außerdem auf unserem Blog zu Themen rund um Datenschutz, Informationssicherheit und die KI-Verordnung.
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