Social Media und persönliche Daten: Berechtigungen von Apps einschränken
Geschrieben von Laura Stöhr, veröffentlicht am 12.12.2024Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder X verbinden sich oft mit externen Apps und Diensten – häufig ohne unsere konkrete Zustimmung. Diese Drittanbieter erhalten dadurch Zugriff auf eine Vielzahl persönlicher Daten wie beispielsweise Freundeslisten, E-Mail-Adressen und weitere Inhalte.
Gefahr: weitreichender Datenzugriff
Eine Untersuchung von Inoxoft ergab, dass Meta-Apps wie Instagram und Facebook jeweils 32 verschiedene Datentypen sammeln. Dies entspricht auf der eigens dafür entwickelten Invasivitäts-Skala, welche beispielsweise die Art der gesammelten Daten und wie diese verfolgt oder verknüpft werden miteinbeziehen, einem Wert von 61,47 von 100 Punkten. (Quelle: lifewire.com, Beitrag, 09.24)
Dies verdeutlicht, wie weitreichend der Datenzugriff oft ist. Drittanbieter-Apps können dabei die abgefangenen und teilweise sensiblen Daten speichern, analysieren oder sogar an Werbenetzwerke weitergeben.
Empfehlung: Apps überprüfen
Um die Kontrolle zurückzugewinnen, sollten Sie regelmäßig überprüfen, welche Apps mit dem eigenen Social-Media-Konto verknüpft sind. Auf Plattformen wie Facebook finden Sie diese Einstellung unter „Apps und Websites“. Entfernen Sie dort veraltete oder nicht mehr benötigte Dienste.
Durch das Einschränken von Berechtigungen wird verhindert, dass unnötig viele Drittanbieter auf die Daten zugreifen. Diese einfache Maßnahme reduziert das Risiko von Datenmissbrauch und stärkt die eigene Privatsphäre.
Sprechen Sie uns gerne an, bei Fragen zu Social Media und persönliche Daten: Berechtigungen von Apps einschränken


Laura Stöhr,
Juristin mit Schwerpunkt Datenschutzrecht. Sie unterstützt unsere Consultants durch wissenschaftliche Arbeit zu aktuellen rechtlichen Fragestellungen.
Auf unserem Blog schreibt sie über Themen rund um Datenschutz, die KI-Verordnung und Informationssicherheit.
Weitere Artikel
- Urheberrechtsstreit: Indische Medien klagen gegen OpenAI – was bedeutet das für die KI-Industrie?
- Das Zusammenspiel zwischen der NIS2 und dem Lieferkettengesetz
- NIS2-Umsetzung und Kritis-Dachgesetz gescheitert: Was bedeutet das für die Cybersicherheit?
- Die Auswirkungen der NIS2 auf die DSGVO
- Der Digital Personal Data Protection Act 2023 Indiens
- Die Umsetzung von NIS 2: Herausforderungen und Lösungsansätze
Verwandte Artikel
- Der TikTok-Deal: Wie ein Algorithmus neu justiert wird
- AWS European Sovereign Cloud: Echte Datensouveränität oder nur Marketing?
- Cyberangriffe mit KI: Der ESET Threat Report und die Gefahr durch PromptLock
- State Capture: Wie US-Tech-Konzerne den Staat neu programmieren
- Neues BSI-Portal: Zentrale Plattform für KRITIS – mit offener Cloud-Flanke
- Passwortmanager im Fokus: BSI sieht Verbesserungsbedarf