Kritik am EU AI Act: Zu streng, zu unklar, zu langsam?

Geschrieben von Kemal Webersohn, veröffentlicht am 28.01.2025

Der EU AI Act wird nicht nur gelobt, sondern auch kritisiert. Manche befürchten, er sei zu streng und kompliziert, andere bemängeln unklare Definitionen oder zu langsame Anpassungsprozesse. Welche Kritikpunkte werden vorgebracht und wie könnten sie die künftige Praxis und Akzeptanz des Gesetzes beeinflussen?

Herausforderungen für Innovation und Klarheit

Kritische Stimmen bemängeln, dass der AI Act Innovationen ausbremsen könnte, weil strenge Vorgaben junge Unternehmen überfordern. Auch die Abgrenzung zwischen „hochriskanten“ und „weniger riskanten“ Anwendungen sei oft unklar. Zudem verweisen Experten auf langfristige Flexibilitätsprobleme: Schnelle technologische Sprünge könnten Regeln rasch veralten lassen.

Unternehmen fordern eindeutige Leitlinien, schnellere Anpassungen und mehr Unterstützung bei der Umsetzung. Einige Fachleute schlagen vor, regelmäßige Reviews und den Einsatz von Explainable AI stärker zu fördern, um praxisnahe Verbesserungen zu ermöglichen. Auch ein moderner, dynamischer Rechtsrahmen, der laufend aktualisiert wird, könnte helfen, Kritikpunkte abzufedern.

Konstruktiver Dialog hilft

Die Kritik am AI Act zeigt, dass ein Gesetz für komplexe Technologien nie perfekt ist. Doch konstruktiver Dialog, regelmäßige Überarbeitungen und klare Interpretationshilfen tragen dazu bei, den Rechtsrahmen praxisnah und zukunftsfähig zu gestalten, ohne Innovationen unnötig zu beschränken.

Sprechen Sie uns gerne an, bei Fragen zu Kritik am EU AI Act: Zu streng, zu unklar, zu langsam?

Kemal Webersohn

Geschäftsführung
Christian Scholtz

Christian Scholtz

Geschäftsführung
Kemal Webersohn,

Geschäftsführer der WS Datenschutz GmbH und seit über zehn Jahren im Datenschutz und in der Informationssicherheit tätig.

Er schreibt außerdem auf unserem Blog zu Themen rund um Datenschutz, Informationssicherheit und die KI-Verordnung.

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