Google-Browser im Inkognito-Modus

Google-Chrome bietet einen Inkognito-Modus an – doch ist man dabei so anonym unterwegs wie Google es behauptet?

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Nutzer die unerkannt im Internet surfen möchten können im Google-Browser Chrome den Inkognito-Modus aktivieren – soweit so gut. Doch ist man dabei so anonym unterwegs wie Google es einem vorgibt?

Aktuellen Untersuchungen amerikanischer Forscher zufolge bleibt der Anwender bei der Google-Suche und beim Besuch von Webseiten keinesfalls uneingeschränkt anonym. Die Aktivierung des Inkognito-Modus soll Google zufolge die Speicherung des Browserverlaufs und das Setzen lokaler Cookies verhindern.

Der Nutzer wird bei der Aktivierung darauf hingewiesen, dass für einige Personen seine Aktivitäten dennoch sichtbar werden. Das gilt insbesondere für die Betreiber der besuchten Webseiten, Administratoren und Zugangsanbieter. Dass Google auch zum Kreis der Wissenden zählt, wird dem Nutzer dabei nicht verraten.

Denn Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Google auch nachträglich die Internetaktivitäten dem Google-Konto eines Nutzers zuordnen kann. Da hilft auch der aktivierte Inkognito-Modus nicht weiter. Besonders leicht fällt die spätere Zuordnung immer dann, wenn auf den besuchten Webseiten Werbeanzeigen von Google zu finden sind oder wenn die Webseite Google-Dienste wie z.B. Youtube enthält. Die Kenntnisnahme von Google geht auch noch weiter. Beim Besuch anderer Webseite ist es für Google möglich zu erkennen, was der Nutzer getan hat. Das geht z.B. durch die Zusammenarbeit mit dem Trackinganbieter DoubleClick , der die Informationen an Google immer dann weitergibt, wenn der Nutzer im Anschluss einen Google-Dienst im Browser nutzt.

Diese Erkenntnisse zeigen, dass Googles Interesse an den Daten seiner Nutzer grenzenlos ist und auch ein aktivierter Inkognito-Modus kein anonymes und privates Surfen garantieren kann.